Gruppenfotos gehören für viele Paare einfach dazu und ich finde, sie sollten auf keiner Hochzeit fehlen. Schließlich kommen an diesem Tag oft Menschen zusammen, die sich sonst nur selten oder vielleicht sogar nie gemeinsam sehen.
In den letzten Jahren habe ich viele Hochzeiten begleitet und dabei gemerkt, dass Gruppenfotos fast immer dann stressig werden, wenn sie nicht ein bisschen vorbereitet sind. Dabei braucht es oft gar nicht viel. Mit ein paar kleinen Tipps läuft alles deutlich entspannter ab und ihr seid schnell wieder bei euren Gästen.
1. Niemand weiß, wer auf welches Foto soll
Das ist wahrscheinlich der häufigste Fall, den ich erlebe.
Alle stehen bereit und dann geht es los mit: „Fehlt nicht noch Tante Monika?“ oder „Ach stimmt, wir wollten ja auch noch ein Bild mit den Arbeitskollegen.“
Bis alle Gruppen zusammengefunden haben, vergeht oft mehr Zeit als für die Fotos selbst.
Deshalb empfehle ich immer eine kleine Liste mit den Gruppen, die euch wichtig sind. Das muss nichts Ausgefallenes sein. Ein paar Stichpunkte reichen völlig aus und wir arbeiten sie gemeinsam ganz entspannt ab.
2. Die Gruppenfotos sind irgendwo im Tagesablauf eingeplant
Ich werde oft gefragt, wann der beste Zeitpunkt für Gruppenfotos ist.
Meiner Erfahrung nach funktioniert es direkt nach der Trauung am besten. Dann sind meistens noch alle Gäste da und niemand ist schon auf dem Weg zum Sektempfang oder in Gespräche vertieft.
Natürlich gibt es Ausnahmen, aber darüber sprechen wir vorher gemeinsam.
3. Der Platz wirkt auf den ersten Blick schön, ist es aber nicht
Das habe ich schon öfter erlebt.
Eine Wiese sieht auf den ersten Blick perfekt aus, bis alle Gäste darauf stehen und plötzlich jeder in die Sonne blinzelt oder kaum Platz vorhanden ist.
Deshalb schaue ich mir den Ort immer vorher an und suche einen Platz, an dem alle gut stehen und das Licht passt.
4. Aus zehn Gruppen werden plötzlich dreißig
Natürlich entstehen am Hochzeitstag spontane Ideen und dafür ist meistens auch Zeit.
Wenn aber jede mögliche Kombination fotografiert werden soll, kann sich dieser Programmpunkt schnell ziehen. Das merkt ihr selbst, aber auch eure Gäste.
Mit einer kleinen Auswahl der wichtigsten Gruppen bleibt alles entspannt und trotzdem geht niemand vergessen.
5. Niemand übernimmt das Zusammenrufen
Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht aber einen riesigen Unterschied.
Während ich fotografiere, kann ich nicht gleichzeitig durch die Gäste laufen und alle zusammensuchen. Deshalb ist es immer hilfreich, wenn eine Person aus eurem Familien oder Freundeskreis weiß, wer als Nächstes dran ist. Das spart unglaublich viel Zeit und sorgt dafür, dass ihr schnell wieder mit euren Gästen feiern könnt.
Mein Fazit
Ich habe noch keine Hochzeit erlebt, bei der Gruppenfotos wegen der Fotos selbst stressig waren. Meistens liegt es einfach daran, dass vorher niemand kurz darüber nachgedacht hat.
Mit ein bisschen Vorbereitung dauert dieser Teil oft nur wenige Minuten und danach könnt ihr euren Hochzeitstag ganz entspannt weiter genießen.